Die sogenannte Kreisumlage, die die Stadt Nieheim schon bald rund 7 Mio. Euro pro Jahr kosten wird, ist immer wieder Thema in Diskussionen mit dem Kreis Höxter. Ich setze mich seit 4 Jahren intensiv dafür ein, einen Anstieg der Umlage immer wieder aufs Neue zu hinterfragen und, wo möglich, einen solchen zu verhindern. Die Städte Borgentreich, Höxter, Nieheim und Warburg haben im Herbst 2024 Einwendungen zum Kreishaushalt 2025 erhoben, die jedoch leider weitgehend unbeachtet blieben. Insbesondere sieht die Stadt Nieheim Potenzial, die Kreisumlage durch Reduzierungen bei den vom Kreis Höxter vorgenommenen Rückstellungen zu verringern. Der im Januar 2025 aus Altersgründen durchgeführte Wechsel an der Spitze der Kreiskämmerei bietet uns eine neue Chance, bestimmte Dinge noch einmal fachlich fundiert und v.a. konstruktiv zu hinterfragen.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist im Kreis Höxter aufgrund deutlich gestiegener Kosten defizitär, was 2024 zu einer Verlustbeteiligung der Stadt Nieheim von über 300.000 Euro führte. Es ist eine Grundsatzdiskussion über den weiteren Ausbau des ÖPNV entstanden, bei der sich die Stadtverwaltung in Nieheim eher den Ausbau-Skeptikern anschließt. Ich bin fest davon überzeugt und warne seit langem davor, dass weitere Ausbauinvestitionen, wie teure Klimaanlagen in Bussen oder undifferenziert ausgeweitete Taktfrequenzen, die Kosten sehr deutlich erhöhen werden, ohne damit einen messbaren Anstieg bei der Nachfrage zu erzeugen. Bei der Festlegung von Preisen und Rabatten der Beförderungsdienstleistungen sollten kaufmännische Ansätze künftig zudem wieder eine deutlich größere Rolle spielen.